Seit seiner Gründung vor gut zwölf Jahren ist der Partisan erfolgreich. Nicht nur absolut, sondern vor allem auch im Konkurrenzvergleich. Ist der Partisan besonders intelligent und macht treffendere Prognosen?

12.5% Rendite allein 2025. Seit seiner Lancierung Ende 2013 rentierte der Partisan 65%. Das sind gut 30% mehr als der Durchschnitt seiner Konkurrenten. Was steckt hinter diesem Erfolg? Ist der Partisan besonders intelligent und macht treffendere Prognosen? Oder schwelgt er einfach nur im Glück?
Nun, an der Intelligenz kann es kaum liegen. Denn diese beschränkt sich im Anlagegeschäft meist auf Zeiten steigender Kurse. Der Teufel formuliert es treffend: „Bull Market, n. A period of rising prices that leads many investors to believe that their IQ has risen at least as much as the market value of their portfolios. After the inevitable fall in prices, they will learn that both increases were temporary.“
Wie wir bereits 2018 bemerkten, währt im Anlagegeschäft das Glück oft dauerhafter als die Intelligenz. Denn Anlageglück kommt selten per Zufall. Es gedeiht erspriesslich auf vier Säulen:
- Skin in the Game. Das eigene Hemd ist jedem am nächsten. Deshalb haben wir wesentliche Teile unseres privaten Vermögen im Partisan investiert. Wer sein eigenes Geld verwaltet, wägt Risiken sorgfältiger ab, ist kostenbewusster, tätigt Transaktionen besonnener und handelt bessere Konditionen aus. Das alles begünstigt das Glück. Und Sie als Anleger wissen, dass unser Glück auch Ihr Glück ist. Das ist entscheidend. Im Anlagegeschäft ist das Glück des Vermögensverwalters (etwa in Form versteckter Gebühren) nicht selten das Unglück seiner Kunden (in Form niedrigerer Renditen oder erhöhter Risiken).
- Diversifikation. Das Wort stammt vom lateinischen „diversificare“ und bedeutet „unterschiedlich machen“. Massgebend ist nicht primär die Anzahl, sondern die Unterschiedlichkeit der einzelnen Positionen. So ist ein Portfolio aus vielen konjunktursensitiven Aktien, vielen konjunktursensitiven Obligationen zweifelhafter Kreditqualität und mehreren konjunktursensitiven Rohstoffen trotz zahlreicher Positionen ungenügend diversifiziert. Denn alle diese Anlagen verhalten sich gerade dann, wenn Diversität am bedeutsamsten wäre, recht ähnlich statt recht unterschiedlich. Sie verlieren in einer Wirtschaftskrise typischerweise alle stark und gleichzeitig an Wert. Deshalb halten wir neben den Aktien beispielsweise lieber tiefer verzinsliche, aber krisenresistente Obligationen, statt klassischen Rohstoffen lieber Edelmetalle mit „safe-Haven-Funktion“. Echte Diversifikation begünstigt das Glück vor allem in schwierigen Zeiten.
- Tiefere Kosten bedeuten mehr Rendite. Auch deshalb war uns das Glück öfter hold. Mit einer pauschalen Verwaltungsgebühr von 0.5% p.a. sind unsere laufenden Kosten deutlich unter den Konkurrenten. Zudem verursacht unsere langfristig ausgerichtete Anlagepolitik bedeutend geringere Transaktionskosten. Darunter fallen nicht nur Courtagen und Kommissionen, sondern auch die Geld-Brief-Spanne, Börsengebühren und Umsatzabgaben. All dies läppert sich fast unmerklich zu durchaus merklichen Beträgen zusammen, die dem Glück im Wege stehen.
- Weniger Steuern. Auch wenn es heute fast schon ketzerisch klingt: Anleger haben keine moralische Pflicht, Steuermaximierung zu betreiben. Wohlgemerkt: Wir reden nicht von dubiosen Praktiken zur Steuerumgehung im Graubereich. Doch ob ausländische Quellensteuern zurückgefordert werden können, ob eine Obligation aufgrund besonders ungünstiger Steuereigenschaften zum sicheren Verlustgeschäft wird, ob die Besteuerung hoher Dividenden über der langfristigen Renditeerwartung der betreffenden Aktie liegt, sollte bei Anlageentscheiden berücksichtigt werden. Weil das viele Banken zum Schaden ihrer Kunden sträflich missachten, befördern auch Steuern das Glück des Partisan; jedenfalls im Konkurrenzvergleich.
Fassen wir zusammen: Hohe Intelligenz und darauf basierende, treffende Marktprognosen sind zwar nützlich und gut; doch leider meist von begrenzter Lebensdauer. Das Glück ist oft dauerhafter. Wenn es um Geldanlagen geht, wird das Glück wichtiger und die Intelligenz unwichtiger, je länger der Zeithorizont. Wohl kann das Glück nicht erzwungen, dafür aber stark begünstigt werden.